Chancen der Digitalisierung für kommunale Planungsprozesse

Fotograf: Kilian Türk, HLRS

Digitale Werkzeuge bieten Städten und Kommunen große Chancen für die Entwicklung und Planung von Lebensräumen, die an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sind. Die Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz MdL sprach dazu bei einem Symposium am Höchstleistungsrechenzentrums der Universität Stuttgart (HLRS), das sich dem Einsatz digitaler Planungs- und Beteiligungsinstrumente in der Stadtentwicklung widmete.

Ein besonderer Schwerpunkt des Symposiums bildete das Reallabor Stadt:Quartiere 4.0, eines von 14 Projekten, die das Land Baden-Württemberg seit 2015 fördert. Dabei hat die Universität Stuttgart mit den Partnerstädten Herrenberg und Stuttgart untersucht, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf urbane Lebensräume hat und wie digitale Instrumente in Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden können. Mithilfe einer App konnten die Herrenberger aufzeichnen, welche Wege sie im Alltag zurücklegen und wo sie dabei auf Probleme stoßen. Dabei konnten sie Plätze und Straßen kommentieren oder bewerten. Außerdem wurde eine digitale Kopie der Stadt erstellt, sodass geplante Bauprojekte im Stadtbild visualisiert werden können. Stadtplaner können so bei ihren geplanten Projekten auf Daten zurückzugreifen, die das praktische Leben spiegeln.

Die Landtagsvizepräsidentin begrüßte die Aussage der Veranstalter sehr, dass die technischen Möglichkeiten die Entscheidungen der Gemeinderäte bei der Stadtentwicklung in keiner Weise ersetzen. Die Visualisierungen und die Einbindung des Alltagswissens der Bürgerinnen und Bürger biete aber eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage bei kommunalen Planungen.

Das gesammte Grußwort können Sie hier lesen.