Landwirtschaftliche Flächen sichern – mit Andreas Sturm MdL beim Landwirtschaftlichen Club Mannheim

2026-02-25 Agrarfachgespräch Plankstadt Foto v.l.n.r.: Andreas Sturm MdL, Sts Sabine Kurtz MdL, Peter Geng (1. Vors.), Heidrose Karl (Kassenprüferin)

Andreas Sturm MdL hatte Staatssekretärin Sabine Kurtz MdL eingeladen, mit ihm die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Clubs Mannheim zu besuchen. Der Club blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits 1872 gegründet, ist er seit mehr als 150 Jahren ein Forum für Vorträge, Studienfahrten und den Austausch zwischen Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sabine Kurtz sprach in ihrem Impuls über „Herausforderungen und Chancen für unsere kleinen Familienbetriebe und ihre kleinteilige Landwirtschaft“ zu sprechen.

Gerade Baden-Württemberg sei geprägt von vergleichsweise kleinen, häufig familiengeführten Betrieben. Rund 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe seien Familienbetriebe, oft über Generationen hinweg geführt. Diese Struktur präge unsere Kulturlandschaft und sorge für hochwertige Lebensmittel aus der jeweiligen Region, führte sie aus.

Gleichzeitig stünden viele Betriebe unter erheblichem Druck: Steigende Investitionskosten, zunehmende Bürokratie, schwankende Märkte und die Frage der Hofnachfolge belasteten sie sehr. Vor diesem Hintergrund ging es in meinem Vortrag auch um Strategien, mit denen bäuerliche Familienbetriebe ihre Zukunft sichern können – etwa durch Spezialisierung und Diversifizierung, Direktvermarktung oder neue Einkommensquellen.

Ein zentrales Thema der Diskussion war der Erhalt landwirtschaftlicher Flächen. Fruchtbare Böden sind eine knappe Ressource. Wenn man auch künftig hochwertige Lebensmittel im eigenen Land erzeugen will, müssen diese Flächen langfristig für die Landwirtschaft gesichert werden.

Neben vielen anderen Ansprüchen an vorhandene Flächen stellt sich zunehmend auch die Frage nach der richtigen Balance zwischen Energieerzeugung und Nahrungsmittelproduktion. Photovoltaik kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten – sinnvoll ist jedoch vor allem der Ausbau auf Dächern, Parkplätzen oder entlang von Straßen. Im Umfeld der Landwirtschaft ist Agri-Photovoltaik ggfs. eine Lösung, denn dabei können Energiegewinnung und landwirtschaftliche Nutzung miteinander kombiniert werden. Reine Freiflächenanlagen auf wertvollen Böden lehnten die anwesenden Landwirte und Landwirtinnen eindeutig ab. Mit Verweis auf das Regierungsprogramm der CDU zur anstehenden Landtagswahl stimmte Sabine Kurtz ihnen vollkommen zu: „Landwirtschaftliche Flächen müssen für die Nahrungsmittelproduktion erhalten werden“.