Landwirtschaft macht Schule – Lernen, wo Lebensmittel entstehen

Wie funktioniert moderne Landwirtschaft wirklich? Woher kommen unsere Lebensmittel? Antworten liefert in Baden-Württemberg seit 2014 das bundesweit einmalige Projekt „Landwirtschaft macht Schule“

Hier wird der Bauernhof zum Klassenzimmer. Lehramtsstudierende der PH Ludwigsburg und Studierende der landwirtschaftlichen Fachschule in Kupferzell (AHL) bereiten gemeinsam für Schülerinnen und Schüler einen spannenden Tag vor: Sie erfahren Landwirtschaft an verschiedenen Lernstationen direkt auf einem Bauernhof – praxisnah, anschaulich und mit allen Sinnen. Es geht um Verantwortung, Bewusstsein und die Wertschätzung der Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten. Auch Inklusionskinder sind aktiv mit dabei. „Verstehen durch Erleben“ steht im Mittelpunkt.

Der diesjährige Hoftag fand auf dem Seehof der Familie Breuninger in Hemmingen statt. Der Hof ist Teil des EDEKA-Programms Hofglück , das für hohe Tierwohlstandards und Regionalität über den gesamten Lebenszyklus hinweg steht. Die Schweine zeigten sich neugierig, verspielt und, was viele nicht erwartet hatten, ausgesprochen reinlich.

Der Hoftag 2026 war zugleich Anlass für einen intensiven Austausch unter den Projektbeteiligten. An diesem nahmen neben Staatssekretärin Sabine Kurtz vom Ministerium Ländlicher Raum u.a. Dr.  Frank Rösch von der PH Ludwigsburg, Christine Heinke als Schulleiterin der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell (AHL) sowie Andrea Bleher vom Kreisbauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V., die seit 2020 auch Vorsitzende des Bundesforums „Lernort Bauernhof“ ist, teil. Staatssekretärin Sabine Kurtz lobte die interprofessionelle Zusammenarbeit, die es so in Deutschland kein zweites Mal gibt und machte deutlich: „Ich hoffe, dass dieses erfolgreiche Projekt Nachahmung findet, damit noch mehr junge Menschen Landwirtschaft nicht theoretisch kennenlernen, sondern direkt dort Eindrücke erhalten, wo Landwirtschaft gelebt wird.“