Günther Oettinger beim Tag der Deutschen Einheit 

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„Demokratie ist kein Schlafwagen! Es braucht Personen, die sich für unser Grundgesetz, die Demokratie und Weltoffenheit einsetzen“ – das war der Appell, den Günther Oettinger in seiner Rede zum 30. Jubiläum der Deutschen Wiedervereinigung an die anwesenden Gäste in der Turn- und Festhalle Ehningen richtete. Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident und langjähriger EU-Kommissar sprach beim diesjährigen Festakt der CDU im Kreis Böblingen am Tag der Deutschen Einheit die traditionelle Festrede. Anders als ursprünglich geplant, war aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr kein großer Festakt möglich. Sabine Kurtz freute sich, dass dennoch viele interessieret Bürgerinnen und Bürger zum Festakt der CDU nach Ehningen gekommen sind und unter Einhaltung der Anstands- und Hygieneregeln den Tag der Deutschen Einheit feierten. 

„Für viele Jahrzehnte war das Ziel der Deutschen Einheit zwar in der Präambel unseres Grundgesetzes verankert, doch dieses Ziel zu erreichen, daran glaubten in den 1980er Jahren nach den vielen Jahren der Teilung nur noch wenige“, so begann Günther Oettinger seine kurzweilige Festrede, „doch als CDU und CSU haben wir uns stets hierfür eingesetzt. Es war das Geschick Helmut Kohls, die Einheit und Wiedervereinigung zu realisieren.“ Die Deutsche Einheit sei ein Grundpfeiler für den stabilen Frieden auf unserem Kontinent und die Erweiterung der Europäischen Union gewesen. Doch heute brauche Deutschland und Europa eine Strategie, um nicht zwischen China und Amerika erdrückt zu werden. „Wir brauche eine neue Reformagenda, um nach vorne zu kommen. Es hängt von uns ab, ob wir Europäer weiter auf Basis unserer Werte und unseres Menschenbilds in der Welt mitgestalten wollen. Unsere Kinder können dies zurecht von uns erwarten“, so Oettinger. Doch alleine könne dies nicht gelingen, stets müsse Europa hierbei im Vordergrund stehen: „In der EU gibt es nur zwei Arten von Ländern: Länder die klein sind, und Ländern, die wissen, dass sie klein sind. Auch Deutschland ist im weltweiten Vergleich ein Zwerg, aber viele Zwerge können zusammen stark sein.“ Anschließend hielt Oettinger ein überzeugendes Plädoyer für den Freihandel, von welchem Baden-Württemberg als Exportland besonders profitiert: „Unser Wohlstand hängt entscheidend von offenen Türen in die Welt ab. Freihandel sichert unsere Arbeitsplätze!“ Um all diese Herausforderungen meistern zu können, benötige es eine Politik, die gestalten und anpacken möchte. Für die anstehenden Wahlen sieht Oettinger hier alleine bei der CDU Bereitschaft.